Stets schauen wir nach vorne, streben voran und wünschen uns immer noch mehr zu erreichen. Kaum nehmen wir mal einen Blick auf die Strecke hinter uns, die wir, seit dem wir „gehen“ konnten, hinter uns gebracht haben. Unsere Augen gehen nach vorne raus, unser Blick geht beim Gehen nur nach vorn oder maximal zu Seite. So sind wir physisch gebaut, wir gehen ja niemals freiwillig rückwärts gewandt. Und doch lohnt sich ein Blick zurück. Es lohnt sich einmal stehen zu bleiben und zurück zu schauen. So wird uns bewusst was hinter uns liegt, was wir schon geschafft haben, was noch vor kurzem vor uns lag und nun schon bewältigt ist. Vielleicht wird uns dann auch bewusst, wohin wir einmal wollten und nicht wussten, ob wir es schaffen würden. Wir haben es aber geschafft und sind nun wieder ein Stück weiter im Leben. Um zu genießen was man geschafft hat, um stolz darauf zu sein, um nicht zu vergessen was unser vorheriges Ziel war, lohnt sich eine Zeit des Verweilens und der Blick zurück. Allein das gibt uns Zufriedenheit, Zuversicht und Kraft für die nächsten Schritte, ohne an Dankbarkeit und Freude an dem schon Erreichten zu verlieren. Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern und etwas Neues zu erreichen. Das Streben nach vorn lässt uns nicht zurückfallen und bringt uns letztlich im Leben voran. Wer sich nicht voran bewegt, wird auch nichts oder weniger an Neuem „erleben“. Vergessen wir jedoch nie unsere Erfahrungen auf dieser Strecke. Aus ihnen lernen wir was wir zukünftig verbessern können und vermeiden sollten. So können wir auch vergleichen, ob das was war, besser oder schlechter ist, als das was ist. Unsere Erfahrung ist das kostbarste Wissen, der beste Wegbegleiter. Sie zeigt uns was uns gut tut und was nicht. Darum hilft auch immer einmal der Blick zurück.
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