Wurzeln

Wir alle haben Wurzeln. Sie sind es aus denen wir er-wachsen sind. Durch sie sind wir dort verankert, woher wir gekommen sind. Ich bin nicht das was ich denke, sondern woher ich komme. Wir können zwar unsere Wurzeln verleugnen und auch versuchen zu kappen, doch das was wir heute sind, ist das Resultat dessen woraus wir er-wachsen sind. Natürlich hat ein jeder die Chance und Möglichkeit sich zu verändern. Viele würden dann gar nicht bemerken woher man eigentlich kam, was die wirklichen Wurzeln sind. Und dennoch summt in uns eine Melodie, ein Grundgefühl, das uns immer wieder fühlen lässt woher wir kamen. Niemals werden wir das jemals abstreifen können. Umso wichtiger ist dann zu begreifen, wie wichtig eigentlich unsere Wurzeln sind, wie wichtig unser Elternhaus, unser soziales Umfeld, unsere Erziehung. Eltern können so viel falsch machen, beeinflussen so sehr das Innenleben und das gesamte Leben ihres Kindes. Das soziale Umfeld kann wiederum den guten oder schlechten Einfluss der Eltern beeinflussen. Alles wirkt auf uns ein, ganz besonders in der prägenden Zeit, der Kinderzeit. Kommen wir zur Welt wissen wir noch nichts. Alles was danach kommt wird uns beigebracht. Wir nehmen es viele Jahre ungeprüft als einzig richtig an. Warum sollten wir es auch infrage stellen ? Erst später denken wir mehr und mehr darüber nach, ob etwas wirklich so ist oder sein muss, wie wir es erfahren haben. Doch nicht selten ist es dann zu spät, wenn man überhaupt je dazu in der Lage ist darüber nachzudenken. Nicht jeder ist dazu wirklich in der Lage, geschweige denn sich zu ändern.
Ich bin froh ein Elternhaus gehabt zu haben in denen ich z.B. Werte wie Ehrlichkeit, Zurückhaltung, Zuverlässigkeit, Gutherzigkeit, Toleranz, Optimismus und Bescheidenheit vorgelebt bekommen habe. Sicher, nicht alles weitere Vorgelebte war für die Entwicklung und das spätere Leben optimal. Doch wer ist schon so perfekt ? Man kann als Elternteil nur sein Bestes geben. Leider ist auch dazu nicht jeder in der Lage, oder interpretiert „das Beste“ nicht im Sinne von moralisch gut. Die Welt ist so wie wir sie machen und so wie wir „gemacht“ wurden. Wir können sie ändern, mit guten Werten. Doch wer bringt sie uns bei ? Die Kirche ? Die Politik ? Die Freunde ? Die Eltern ? Und welche Werte sind die richtigen ? Die 10 Gebote vielleicht, woran sich doch wirklich niemand wortgetreu hält ?! Es gibt doch eigentlich nur einen Wert, der über allem steht und der uns alle und die Welt heilen kann. Man nennt ihn Liebe. Würde nur dieser Wert existieren und wir jedem und alles mit diesem begegnen, gäbe es keine Kriege, keine Diebstähle, keinen Betrug, keinen Hass, keinen Rassismus, keine Intoleranz, keine Konkurrenz, kein Leistungsdruck, kein Misstrauen, keine Eifersucht, keinen Neid und vieles mehr. Was wäre das für eine Welt ? Selbst wenn der Versuch diesen Wert zu leben und umzusetzen nicht in der ersten Generation greift, so in der nächsten ein bisschen mehr, in der übernächsten noch mehr und eben zunehmend mehr und mehr. Am Ende stände eine Welt in Frieden. Und woher käme dieser Frieden ? Aus den Wurzeln dieses einen Wertes. Es ist gut daran zu denken was wir mit unseren Worten und Taten für unsere Kinder tun, sei es für die eigenen, als auch für die, mit denen wir unsere Wege kreuzen. Verantwortung heißt die richtige Saat säen und die richtigen Wurzeln zu bilden. Die Saat zu setzen reicht nicht. Die Wurzeln sind es, die uns die Kraft und die Richtung zum Wachsen geben. Hegt und pflegt sie also und arbeitet jeden Tag ein Stückchen mehr daran das Wachstum moralisch positiv zu beeinflussen ! 😉

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