Wird man geboren, so wird man in eine Familie hinein geboren. Diese kann klein, sehr klein, groß oder auch sehr groß sein. Wir haben nicht die Wahl es uns auszusuchen, zumindest nicht im jungen Kindesalter. Wir „bekommen“ eine Familie, eine Familie die uns prägt, die uns zeigt wie man die Welt zu sehen hat, wie man mit ihr umzugehen hat. Wir „bekommen“ eine Familie, mit mehr oder auch mit weniger gegenseitiger Liebe, eine Familie die „funktioniert“ oder auch nicht, eine Familie die uns Halt gibt oder auch nicht. Wir haben nicht die Wahl, zumindest nicht im jungen Kindesalter. Wir „bekommen“ eine Familie, die uns ernährt, die uns führt, die uns „auftischt“ was wir zu essen und zu „verdauen“ haben. Wir haben nicht die Wahl, zumindest nicht in jungem Kindesalter. Doch dann, mit großer Sicherheit kommt das Alter, in dem wir wählen können und wählen dürfen. Fortan können wir selbst entscheiden was wir wollen, mit wem wir wollen, wie wir leben wollen. Wir haben dann die Wahl, wenn wir sie denn auch nutzen. Wir müssen nicht mehr mit dem leben, was uns geprägt hat und auch nicht mehr mit denen, die uns geprägt haben. Vielleicht wollen wir aber auch keine Wahl, weil uns diese Familie Halt gibt, weil sie uns vertraut ist, weil wir wissen wie sie tickt und uns das Sicherheit vermittelt. Wir haben aber die Wahl. Wenn wir diese Wahl nicht nutzen wollen oder können, kommt dann ein anderes Alter, in dem wir wieder keine Wahl haben. Das ist dann die Zeit, in der uns unsere Familie zu Teilen verlässt, weil es die Natur oder der/diejenige so will. Unsere Familie wird dann kleiner, sofern wir selbst nicht eine neue gründen. Dann gibt es aber auch noch eine andere Zeit, in der kommen wir in eine andere Familie, durch unsere Partner bedingt. Zum Teil haben wir dann die Wahl, zum Teil auch nicht. Es kann eine Erfüllung sein, kann es aber auch nicht. Wie es auch immer sei, ein Leben ohne Familie gibt es nicht. Wir haben nicht die Wahl, zumindest nicht in jungem Kindesalter.
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