Im Laufe eines Lebens begegnen man vielen Menschen. Mit dem einen hat man mehr Berührungspunkte, mit dem anderen weniger. Mit dem einen ist man oft zusammen, mit dem anderen hin und wieder und wieder anderen nur selten. Dennoch sind all dieses Begegnungen Beziehungen, auf die ein oder andere Art. Dann gibt es Menschen, die „begleiten“ unseres nur einen bestimmten Abschnitt lang, andere wiederum „begleiten“ uns auch noch danach. Manche dieser Menschen werden sogar zu echten Freunden, bleiben nur Bekannte. Wirkliche Freund zu finden oder dass sich eine Bekanntschaft zu einer Freundschaft entwickelt ist nicht selbstverständlich. Ich kenne Menschen, die nennen all ihre Bekannten Freunde, obwohl diese „Freunde“ nicht mehr als bessere Bekannte sind. Doch was ist Freundschaft? Es gibt soo viele Erklärungen dazu, die ich gar nicht alle aufzählen kann. „Ein Freund ist einer vor dem ich laut denken kann.“, heisst einer davon. Ich finde ihn sehr treffend. Sobald der andere das Selbstgedachte zu zensieren beginnt, ist es eigentlich keine Freundschaft mehr. Ein Freund lässt Andersdenkendes zu, ganz einfach weil er einen mag und dieses „Mögen“ über alle eigenen Meinungen stellt. Einem Freund sollte man auch alles anvertrauen können was uns „bewegt“, ohne das er oder sie anderen davon berichtet.
Manchmal verlieben wir uns auch ganz plötzlich oder mit der Zeit, in einen anderen Menschen. Für diese „Liebe“ gibt es natürlich keine Garantien. Sie entsteht oft bevor wir den oder die andere erst richtig kennen. Diese Liebe entsteht durch Eigenschaften, bestimmte Wesensmerkmale, die uns einfach magisch anziehen. Wir werden blind dadurch und sozusagen kopflos. Erst im Laufe der Zeit, wenn wir weiteren Kontakt zu dieser Person haben, lernen wir auch all die anderen Eigenschaften an ihr kennen. Da ist dann nicht alles vielleicht mehr so rosig oder auch umso mehr. Manchmal geht dann diese Liebe verloren und manchmal vertieft sie sich nur noch mehr. Dieser eine Mensch, diese eine Bekanntschaft, kann dann zu etwas ganz Besonderem werden. Leider kann sie auch zur Vergangenheit werden. In der Nachbetrachtung, wenn die besonderen Gefühle nicht mehr vorhanden sind, sehen wir dann klarer. Aber auch wenn diese Beziehung nicht von Dauer war, so war es doch ein Mensch mehr, der unser Leben „begleitet“ hat, einen bestimmten Abschnitt lang. So wird es immer wieder sein. Immer wieder begegnen uns neue Menschen, gehen wir neue „Beziehungen“ ein. Und so manche davon „begleitet“ uns vielleicht den Rest unseres Lebens lang.
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