6 Wochen Papa-sein

Nun ist es schon fast 6 Wochen her, seit dem Neele „das Licht der Welt“ erblickt hat. Die vergangenen 6 Wochen waren sehr aufregend und reich an völlig neuen Erfahrungen. Kaum etwas ist eigentlich wie vorher. Unser Lebensinhalt ist jetzt (fast) nur noch Neele. Wie ein Kind doch alles auf den Kopf stellen kann. Ja, wir haben es so gewollt und nein, wir wussten nicht was uns nachher erwartet. Wir und vor allem Nancy hat einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht und war somit bestens auf das DAVOR vorbereitet. Auch ich war 2 Male dabei. Oft haben wir uns auch Babysendungen im TV angesehen und wussten was so bei einer Entbindung passiert, bzw. passieren kann. Doch NIEMAND hat uns auf die Zeit nach der Geburt vorbereitet. Scheinbar gibt es dafür keine Kurse. Dabei ist es so wichtig Eltern auf das unmittelbare DANACH vorzubereiten. Ich glaube jetzt fest daran, dass der ein oder andere einfach überfordert sein MUSS. Gerade weint unsere Kleine fürchterlich weil es wieder gegen 20 Uhr geht und sie nicht in den Schlaf findet. So ist das jeden Abend in etwa um die selbe Zeit. Manchmal dauert es bis zu 4 Stunden bis Sie wirklich und tief eingeschlafen ist, ohne stets aufs Neue plötzlich aufzuwachen und wieder herzzerreissend zu weinen. Dazu sagt der Kinderarzt „blaue Stunde“ und die Hebamme meint „Das ist ganz normal…“. Also haben wir uns damit abgefunden und lernen die verloren gegangenen Nervenzellen langsam wieder aufzubauen. Die Nacht verläuft in der Regel aber auch gut. Sie wird 2-3 mal wach, bekommt dann die leckere Brust und schläft dann wieder. Die Tage sind auch wunderbar, vor allem jetzt nach der 5.Woche wo sie mehr und mehr beginnt das Umfeld aktiv wahr zu nehmen. Auch ein Lächeln huscht über Ihr Gesicht, wenn Sie uns erblickt.
DAS ist der Lohn für die schlaflosen Nächte und die schweren, nervenaufreibenden Stunden bis sie endlich in den Schlaf findet.
Nun werden wir am Samstag heiraten. Neele wird natürlich dabei sein. Unsere Gedanken kreisen momentan deshalb nicht um die Trauung an sich, sonder darum wie wir Sie am Abend ruhig bekommen. Sie ist halt der Mittelpunkt unseres Lebens und als solcher auch der wichtigste Gast auf unserer Hochzeit. Ich werde berichten wie es gelaufen ist…
So und nun ist es kurz nach 21 Uhr und ich habe gerade meiner Frau gesagt, dass ich jetzt übernehme. „Neele, Papa kommt…“

2 Antworten zu „6 Wochen Papa-sein“

  1. Unsere Tochter hatte auch eine „blaue Stunde“, so ungefähr zwischen eins und zwei in der Nacht fing es an und dauerte bei ihr wirklich eine Stunde. Sie war nicht richtig wach, sie schlief nicht richtig, sie öckerte ein bisschen rum, sie wollte nicht beschäftigt werden, nicht gestillt werden, sie hielt uns einfach wach. Einer von uns verzog sich dann immer mit ihr, damit der andere wenigstens schlafen konnte. Lustig fand ich, dass sie schon in meinem Bauch mich um diese Uhrzeit wach gehalten hat. Es dauerte ungefähr ein halbes Jahr, bis sie sich diese Zeit abgewöhnt hatte und wir – meistens – schlafen durften. Es vergeht… Auf einmal klappt es und die Routine sitzt, nicht nur bei eurer Tochter sondern auch bei Euch!

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    1. Vielen Dank für das Feedback! Na dann sind wir froher Hoffnung 😉

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